Über das Projekt

Projekttitel:

Förderung der Berufsausbildung an landwirtschaftlichen Colleges in der Ukraine (FABU) 2. Phase, Projekt-Nr. UKR 21-01

Geber:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland

Begünstigte:

Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine, Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine

Projektdauer:

1. Dezember 2021 bis 31. Dezember 2024

Projektbudget:

1,4 Mio. EUR

Durchführer:

Das Projekt wird über den Mandatar GFA Consulting Group GmbH sowie eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus der ADT Project Consulting GmbH (ADT) als Federführer und der Gesellschaft für Projekt- und Prozessmanagement in der Agrarwirtschaft (PPMA) durchgeführt.

Das übergeordnete Projektziel:

Methoden und Inhalte der praxisnahen Ausbildung an landwirtschaftlichen Colleges und Lehrzentren haben sich verbessert und Elemente einer dualen Ausbildung sind pilothaft eingeführt.

Andere Arbeitsziele:

Die Anpassung der institutionellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einführung einer praxisbezogenen Berufsbildung im Agrarbereich.

Die modellhafte Erprobung der neuen Ausbildungsstandards, Curricula und praxisorientierten Lehrmethoden (Spezialisierungen: Pflanzenbau, Tierproduktion, Veterinärmedizin, Landtechnik und Elektrotechnik) in den Pilotcolleges und die Vorbereitung der formalen Einführung an weiteren Colleges.

Die Erarbeitung eines Ausbildungsplans für den praktischen Teil der Collegeausbildung (Betriebspraktikum), deren Abstimmung mit allen beteiligten Pratnern, sowie deren pilothafte Integration und Einführung in die Lehrpläne.

Zielgruppen:

Staatliche Einrichtnug „Wissenschaftlich-Methodisches Zentrum für die Hochschul- und weiterführende Berufsbildung“ (WMZ VFPO), die u.a. für die landwirtschaftliche Ausbildung verantwortliche und dem Bildungsministerium unterstehende Behörde. Diese zentrale Fachbehörde wird bei der Verbesserung von Ausbildungsstandards und Curricula, bei der Erstellung von Studien, Analysen und Strategien sowie bei der technischen Ausstattung unterstützt;

vier ausgewählte, regional verteilte Agrarcolleges. Für die Einführung einer praxisnahen Ausbildung werden diese technisch besser ausgestattet und deren Dozenten fortgebildet;

fünf Lehrzentren im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine;

landwirtschaftliche Betriebe als potenzielle Arbeitgeber der ausgebildeten Studenten. Sie werden motiviert, sich stärker für die praxisorientierte Berufsbildung an den Colleges zu engagieren und profitieren mittelbar von einer verbesserten Ausbildung an den Colleges.

Wesentliche Herausforderungen der landwirtschaftlichen Berufsausbildung in der Ukraine

Folgende Problemkreise werden zielgerichtet in den Blick genommen:

→ Dominanz des theoretischen Unterrichts ohne ausreichenden Praxisbezug, wiederum basierend auf Bildungsstandards, Inhalten und Methoden, die nicht den Anforderungen des Arbeitsmarkts entsprechen;

→ Veraltete Lehr- und Lernmethoden sowie unzureichende technische Ausstattung der Bildungseinrichtungen;

→ Mangel an qualifiziertem Ausbildungspersonal in Bildungseinrichtungen und in Betrieben;

→ Fehlende Pflicht-Praktika oder Ausbildungszeiten auf einem Betrieb während der Ausbildung und

→ Mangelndes Interesse am landwirtschaftlichen Beruf und Abwanderung von potenziellen Nachwuchskräften aus den ländlichen Gebieten.

Das Projekt (Nr.: UKR 21-01) wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über die GFA Consulting Group GmbH gefördert.