News 2018-01-15T06:36:50+00:00

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Duale Ausbildung: Niedersächsische Fachleute informieren Delegationen aus der Ukraine über wichtige Bausteine der dualen Ausbildung

November 7th, 2019|

Oldenburg/Echem – Die besonders praxisorientierte landwirtschaftliche Ausbildung in Niedersachsen besser kennenzulernen war Anspruch von zwei Delegationen aus der Ukraine, die in der 41. Kalenderwoche zu Gast war in Niedersachsen waren.

Die stark verschulte Collegeausbildung für Landwirte in der Ukraine gilt als überholt und soll deswegen reformiert werden. Unterstützt werden diese Bemühungen durch ein bilaterales Bildungsprojekt, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert, der ADT Project Consulting GmbH mit Konsortialpartnern in Bonn durchgeführt und von dem Projektleiter Hans Georg Hassenpflug in der Ukraine umgesetzt wird.

Zu der Reisegruppe die eine Woche lang in Niedersachsen waren gehörten unter anderem Vertreter und Dozenten der vier ukrainischen Pilotcolleges und der zuständigen Ministerien (Bildung und Wirtschaft). Die Informationen des Kultusministeriums, des Landesbauernverbandes, der DEULA und aus der Landwirtschaftskammer lieferten den Teilnehmern wertvolle Informationen über das deutsche Ausbildungssystem. Ein Schwerpunkt der Darstellung lag dabei auf der engen Verflechtung von Ausbildung/Praxis auf dem Betrieb und moderner Lehre. Auf diese Weise konnten Bausteine identifiziert werden, die in der Collegeausbildung der Ukraine erfolgversprechend eingesetzt werden können.

Wie die Ausbildung auf einem niedersächsischen Hof konkret funktioniert, erfuhren die Mitglieder der ukrainischen Delegation beim Besuch in einem Ackerbau- sowie in einem Milchviehbetrieb in den Landkreisen Lüneburg und Harburg.

Parallel dazu wurden vierzehn ukrainische Fachlehrer im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer in Echem (Kreis Lüneburg) vier Tage lang mit modernen Unterrichtsmethoden in aktuellen Lehrinhalten zur Rinder- und Schweinehaltung unterwiesen. Dieses Wissen sollen die ukrainischen Dozenten später an andere Lehrer (Train the Trainer) weitergeben.

Nach einer allgemeinen Einführung durch Herrn Uwe Clar in das System der Ausbildung in Themen der Tierzucht am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum in Echem wurde die Gruppe jeden Tag von verschiedenen Lehrern  in  Fächern wie: Fütterungstechnik- und Baukonzepte, Fütterung, Melken, sowie Management in der Trockenstehperiode und Abkalbung, moderne Melksysteme, Biosicherheit in der Schweinezucht, Erstversorgung bei der Abferkelung, tierschutzgerechtes Nottöten usw. unterrichtet.
Neben der theoretischen Wissensvermittlung im Unterrichtsraum lag ein wichtiger Fokus der Ausbildung  für die Gästegruppe auf der praktischen Umsetzung der vermittelten theoretischen Kenntnisse direkt im Kuhstall (z. B. Bewertung der Haltungssysteme von Kälbern und Kühen, Melken) und im Schweinestall (z. B. Vergleich moderner Haltungssysteme, Tierbeurteilung nach Body condition score, Pflege von Neugeborenen, künstliche Besamung). Auf diese Weise hatten die ukrainischen Dozenten die Möglichkeit, einige technologische Verfahren (z. B. das Melken) persönlich durchzuführen und verschiedene Systeme zu vergleichen sowie deren Vor- und Nachteile herauszufinden.

Der theoretische Unterricht und die praktische Unterweisung wurden durch entsprechende Unterrichtsmaterialien ergänzt, die auch im Unterricht an den Colleges in der Ukraine Anwendung finden können.
Für die Collegedozenten aus der Ukraine war es besonders wichtig auch umfassende Informationen von ihren deutschen Kollegen über aktuelle Trends in der Tierzucht in anderen EU-Ländern erhalten zu haben. Zwei Themenfelder waren von großem Interesse: die Besonderheiten im Hinblick auf die Entwicklungen im Tierschutz sowie die umweltfreundliche und ökologische Erzeugung von tierischen Produkten.

Abschließend war ein unvergessliches Erlebnis das Testen der von Herrn Benito Weise entwickelten Kuhbrille (Simulation des Sehens einer Kuh, wie sie die Umwelt sieht), um ihr Verhalten besser zu verstehen und die Haltungsbedingungen der Tiere entsprechend zu verbessern.

Mit Lob und Preis: Verabschiedung der diesjährigen Praktikanten aus der Ukraine

Oktober 31st, 2019|

Praktikanten mit Gastfamilien und Gästen

Die besten Praktikanten mit Gastfamilien, Siegfried Schwab (stellv. Vorsitzender AKI), Nelli Lopatina (AKI) und Nadine Kohnle (BMEL)

Am vergangenen Sonntag, 20. Oktober 2019, wurden 27 ukrainische Auszubildende verabschiedet, die im Mai dieses Jahres ihr Praktikum auf süddeutschen Familienbetrieben begonnen hatten. Zur feierlichen Verleihung der Zertifikate durch den AKI-Stellvertretenden Vorsitzenden Siegfried Schwab sowie Nadine Kohnle vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kamen über 70 geladene Gäste in die Festhalle Denkendorf. Das BMEL unterstützt zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft ADT Project Consulting GmbH und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen das Praktikantenprogramm mit der Ukraine.

Alle 27 Praktikanten, darunter 10 junge Damen, haben das Praktikum erfolgreich beendet. Die Besten unter ihnen wurden für ihre Leistungen ausgezeichnet. In zwei Redebeiträgen gaben Vertreter der Gastbetriebe und der Praktikanten tiefblickende Ausschnitte aus den vergangenen Monaten. So verbrachte Praktikantin Anhelina Tokmyna aus der Westukraine die vergangenen Monate in einem Familienbetrieb mit Direktvermarktung in Stockach am Bodensee.

Zu guter Letzt wurde der Blick auf das kommende Praktikantenjahr 2020 geworfen. Markus Roßkopf, Projektmanager für Aus- und Weiterbildung bei AKI, stellte Altes und Neues zu den verschiedenen Praktikantenprogramme vor. So wird neue Gruppe von den Praktikanten aus der Ukraine im kommenden Jahr erwartet.

Koordinationssitzung der 5 Facharbeitsgruppen am 3. und 4. Juli in Agroosvita

Juli 5th, 2018|

In Rahmen der Koordinationssitzungen der 5 Facharbeitsgruppen am 3. und 4. Juli 2018 wurden die Ergebnisse der bisherigen FAG Sitzungen und die daraus hervorgegangenen Anpassungsempfehlungen aller fünf Facharbeitsgruppen zusammengeführt und bilanziert sowie deren Umsetzung in 2018/19 weiter konkretisiert und geplant.

Projekt Logo entwickelt

Januar 14th, 2018|

Anfang Januar 2018 wurde das Logo für das Projekt „Förderung der Berufsausbildung and landwirtschaftlichen Colleges in der Ukraine“ ausgearbeitet. Im Zuge dieser Arbeit wurde auch entschieden, einen einfacheren Projektnamen zu benutzen, nämlich „Förderung der Agrarausbildung in der Ukraine“, was dann im Projektlogo als „FABU“ erscheint. Im weiteren Verlauf wird die gesamte visuelle Identität um dieses Logo herum und mit den vier Hauptfarben Blau, Gelb, Grün und Orange entwickelt werden.

Projektpräsentation in Kiev

Dezember 14th, 2017|

Am 7. und 8. Dezember 2017 wurde das Projekt „Förderung der Berufsausbildung an landwirtschaftlichen Colleges in der Ukraine“ von Herrn Ekkehard Schröder während eines Workshops in Kiev ausführlich präsentiert. Herr Schröder erläuterte die wesentlichen Aktionsbereiche des Projekts und ging im Detail auf die vier Projektergebnisse ein:

1.Ausbildungsstandards und Curricula sind verbessert, Dozenten in spezifischen Themengebieten fortgebildet und praxisorientierte Lehrmethoden eingeführt.

2.Das landwirtschaftliche Ausbildungssystem an Agrar-Colleges ist in spezifischen Bereichen verbessert und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems ist initiiert.

3.Kooperationen und Austauschprogramme sind etabliert und bestehen über die Projektlaufzeit hinaus.

4.Erfahrungen zu ausgewählten Themen im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung in Deutschland und/oder EU sind vermittelt worden.

Für detailliertere Informationen laden Sie die gesamte Präsentation bitte hier herunter.